Liedtexte
Oberflächen
Ein Freund nahm mich ans Meer mit, um zu tauchen,
Mit Luftflasche und allem drum und dran.
Ruckzuck waren wir unten in der Tiefe
Und sahen uns die Wunderwelt dort an.
Das war alles so bunt und so berauschend,
Drum gingen wir allmählich immer tiefer,
Doch dann sah ich ein merkwürdiges Tier,
Das hatte einen ziemlich großen Kiefer...
Kehren wir zurück an die Oberfläche,
Ich fürchte mich, ich sag es Dir ganz ehrlich,
Wenn wir hier unten bleiben könnte was passieren,
Das ist ziemlich gefäfäfäfäfährlich.
Mit einer schönen Frau kam ich ins Plaudern,
Wir redeten vom Wetter und vom Sport,
Von Sternzeichen und so und was wir wären,
Und schließlich zog unser Gespräch uns mit sich fort.
Wir redeten von Gott und Welt und Liebe,
Unsere Seelen fingen zu vibrieren an.
Da kam einer vorbei, ein Meter neunzig,
Sie sagte: Darf ich vorstellen: Mein Mann...
Kehren wir zurück an die Oberfläche...
Und später ging ich mal zur Analyse
Und lag allwöchentlich beim Doktor auf dem Sofa.
Ich breitete mein Leben vor ihm aus,
Der erste Kuß, das erste Mal, das erste Mofa.
Und dann erklärte er mir meine Ängste,
Und Punkt für Punkt besprach er meinen Lebenslauf.
Er zeigte mir, woher das alles kommt,
Und tat den Abgrund meiner Seele vor mir auf...
Kehren wir zurück an die Oberfläche...
Man hat mir vorgeworfen, ich sei feige,
Das nahm ich nicht so ohne weitres hin.
Drum ging ich eines nachts auf unsren Friedhof,
Nur um mir selbst zu zeigen, daß ich mutig bin.
Und tapfer stand ich da, es war sehr dunkel,
Die Turmuhr schlug, ich zählte 11, 12 Klänge
Dann war es still. Doch plötzlich schien es mir,
Als ob von unten irgendetwas sänge:
Kehren wir zurück an die Oberfläche,
Dem Lehren wir das fürchten, diesmal ehrlich,
Wenn wir hier unten bleiben, kann ihm nichts passieren,
Doch jetzt wird es gefäfäfäfäfährlich.
Kehren wir zurück an die Oberfläche,
Dem lehren wir das Fürchten, diesmal ehrlich,
Er glaubt so oberflächlich kann ihm nichts passieren...